Aktion gegen Möllemann in Erfurt



Quelle : indymedia von soc.rev - 04.05.2003 01:13

Das Jürgen W. Möllemann ein Antisemit ist und seiner Ideologie kein Podium geboten werden darf, das wollte am 25.4. eine Gruppe Erfurter Linksradikaler dem Publikum einer Lesung der Buchhandlung Peterknecht klar machen. Die Buchhandlung Peterknecht hatte Möllemann eingeladen, sein neues Buch "Klartext" vorzustellen.

Foto aus der TLZ

In diesem Machwerk kolportiert der zuletzt in die politische Bedeutungslosigkeit abgerutschte Ex-FDP Spitzenkandidat antisemitische Verschwörungstheorien, bspw. behauptet er, der Mossad (israel. Geheimdienst) sei für seinen Rauswurf aus der FDP verantwortlich. Der Antisemitismus des Jürgen W. Möllemann beschränkt sich jedoch nicht nur auf offen antijüdische Ausfälle, sondern kommt auch in struktureller Form zum Vorschein: der Grundtenor seiner Lesung war, die Interessen des "kleinen Mannes" würden von "den Großen" aus Wirtschaft und Politik nicht mehr vertreten bzw. missbraucht. So forderte er auf, eine Partei zu gründen, die "weder links noch rechts" sei, sondern den "ehrlichen Deutschen" vertrete - kein Funken Systemkritik also, es wird populistisch gegen "die da oben" gehetzt und Möllemann versucht sich als Fürsprecher des deutschen Volkes zu etablieren, das mal wieder die Ursache seines Elends nicht im Kapitalismus sondern im angeblichen Verschulden einzelner Personen(-gruppen) sucht: das Publikum applaudierte.

Etwa 30 Menschen protestierten mit Flugblättern, Transparenten und einer Israelfahne gegen Möllemanns antisemitische Hetze und den Opportunismus der Buchhandlung Peterknecht. Der Protest wurde nach Beginn der Lesung von Polizeieinheiten brutal abgedrängt, Personalien festgestellt und die Israelfahne beschlagnahmt. That´s how german democracy looks like.

Das Flugblatt wird demnächst auf http://aye.antifa.net dokumentiert.

Homepage: http://aye.antifa.net