Rostock: Nach Verhindertem Neonazi-Aufmarsch folgen weitere Demos



Quelle : indymedia von ### - 07.05.2003 01:35

Nach dem verhinderten rechten Aufmarsch am 26. April in Rostock wollen es Neonazis darauf ankommen lassen. Sie haben gleich drei Demonstrationen in der Stadt im Mai angekündigt.

Da hatte sich die "Aktionsgruppe Rostock" um den Neonazi Lars Jacobs mit ihrer ersten angekündigten Demo, unterstützt von Christian Worch, ganz schön in die Nesseln gesetzt. Nicht nur, dass es kaum mehr als 180 Kamerad/innen waren, die dem Aufruf folgten; nach nur 20 Minuten erzwangen Blockaden den Stopp und die spätere Auflösung des braunen Haufens. Und am Abend brannte dann auch noch Jacobs' Auto.

Worch und Jacobs waren sauer. Und trotzig, wie sie sind, meldeten sie sogleich drei weitere Demonstrationen in Rostock an. Nun wollen sie gleich drei Mal im Mai die Einwohner/innen der Stadt für sich gewinnen, indem sie nicht nur die Straßen verstopfen, sondern zudem gerade dann für Schlagzeilen sorgen, während das Lieblingskind der Rostocker/innen, die Internationale Gartenbauausstellung, stattfindet.

Bei einem Teil der Menschen der Stadt freilich müssen sich die Neonazis gar nicht erst unbeliebt machen. Antifaschist/innen rufen für alle drei Daten zu Protesten gegen die Demonstrationen auf.

Neonazis wissen, wie sie sich Freunde machen

Am 10. Mai wollen die Neonazis sich um 12 Uhr wieder am Haus der Schifffahrt treffen und von dort aus über die Lange Straße Richtung Neuer Markt gehen. Durch die Kröpeliner Straße, über den Universitäts-Platz, Schwaansche Straße, August-Bebel-Straße und Schröderplatz soll es dann wieder zum Treffpunkt gehen. Da dies die umgekehrte Route wie beim letzten Mal ist, rechnen Antifaschist/innen aus Rostock damit, dass sich wieder viele Menschen am Universitäts-Platz einfinden. Das Friedensbündnis der Stadt schon um 11 Uhr eine Kundgebung auf dem Doberaner Platz angemeldet.

Zwei Wochen später, am 24. Mai, wollen sich die Neonazis dann beim Gelände der Internationalen Gartenschau treffen. Von dort aus soll es durch das örtliche Neubaugebiet gehen.

Dann eine Woche darauf, am 31. Mai, steht wieder die Strecke des 10. Mais auf dem Plan, also die Rostocker Innenstadt. Auch hier, so heißt es, werden sich wahrscheinlich viele Menschen am Universitäts-Platz als dem zentralen Punkt in der City treffen.

An den Tagen wird es einen Ermittlungsausschuß (EA) geben, der sich mit rechtlichem Beistand um verhaftete Antifaschist/innen kümmert. Seine Nummer ist 0179 - 872 99 25.

Weitere Infos für Mecklenburg-Vorpommern sind meist unter http://www.links-lang.de zu finden.